Die vegane Ernährung ist die restriktivste Ernährung unter den pflanzlichen Ernährungsformen, bei der alle Produkte tierischen Ursprungs ausgeschlossen werden. Somit nicht nur Fleisch, Eier, Meeresfrüchte, Milchprodukte, Honig..etc.)
Diese Ernährungsform wird meist von Menschen gewählt, die um das Tierwohl besorgt sind und denen, welche der allgemeinen Haltung der Tiere skeptisch gegenĂĽberstehen. Die Herkunftsbezeichnug der Tiere hat sich im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten etwas gebessert – jedoch lässt diese noch Fragen offen.
Viele Menschen entscheiden sich auch aus gesundheitlichen oder ökologischen
Umweltgründen für diese Ernährungsform. Hier die 10 Regeln einer veganen Ernährung:
1. GenieĂźe die Lebensmittel-Vielfalt
Eine vollwertige vegane Ernährung besteht aus einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Lebensmittelzusammenstellung, die gleichzeitig ausreichend Energie liefert. Nutze die Sortenvielfalt bei Obst und Gemüse, Getreide und Nüssen und bevorzuge dabei saisonale und auch regionale Lebensmittel aus biologischem Anbau.
2. GemĂĽse und Obst als Basis
Gemüse und Obst bilden die Basis deines Speiseplans und sollten bei keiner Mahlzeit fehlen – möglichst frisch, nur kurz gegart oder gelegentlich auch als Saft oder Smoothie. Dadurch werden wir reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt und verringern das Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten.
3. Reichlich Getreideprodukte & Kartoffeln
Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis, möglichst aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten reichlich Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Probieren auch Hirse, Dinkelreis, Bulgur, Couscous und die besonders nährstoffreichen Pseudogetreide Quinoa und Amarant.
4. Pflanzliche Eiweißträger
Protein kommt in pflanzlichen Lebensmitteln reichlich vor: Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen und Kichererbsen, Sojaprodukte wie Tofu, Sojamilch und -joghurt sowie Seitan aus Weizeneiweiß, Getreide, Nüsse und Samen sind gute Quellen. Pflanzliche Lebensmittel enthalten alle essentiellen Aminosäuren. Bei ausreichender Energiezufuhr ist ein Mangel nicht zu befürchten.
5. Nüsse und Samen als Nährstoffbomben
Nüsse und Ölsamen enthalten nicht nur besonders viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, sondern sind auch sehr reich an essentiellen Mineralstoffen wie Eisen und Kalzium und gesunden Fettsäuren. Essen Sie täglich Lebensmittel wie Sesam, Mandeln, Leinsamen und Walnüsse – gerne auch als Mus, wie Tahin (Sesammus) oder Mandelmus.
6. Vitamin B12 integrieren
Vitamin B12 ist der einzige essentielle Nährstoff, der – nach dem derzeitigen Stand der Forschung – nicht in pflanzlichen Lebensmitteln in relevanter Menge vorkommt und daher bei einer veganen Ernährung ergänzt werden muss. Wähle Supplemente.
7. Achte auf ausreichend Kalzium
Essen Sie reichlich grünes Gemüse wie Grünkohl, Wirsingkohl, Brokkoli und Fenchel. Auch Sesam (bzw. Tahin) und Mohn, Mandeln, mit Kalziumsulfat oder -chlorid gewonnener Tofu, kalziumreiche Mineralwässer (> 200 mg/l) und angereicherte Sojamilch sind gute Quellen. Täglich sollen mehrere Portionen dieser Lebensmittel verzehrt werden.
8. Öle mit Omega-3-Fettsäuren wählen
Zur Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren eignen sich Leinöl und Leinsamen, Hanföl und Hanfsamen, Walnussöl und Walnüsse, Rapsöl und Chiasamen. Ein Teelöffel Leinöl oder auch ein Esslöffel Rapsöl decken den Tagesbedarf. Supplemente auf Algenölbasis können sich für manche positiv auswirken (etwa während der Schwangerschaft oder für Diabetikerinnen).
9. Viel Zeit drauĂźen verbringen
Um ausreichend Vitamin D in der Haut zu produzieren, solltest du während der Sommermonate täglich 5 bis 30 Minuten, abhängig vom Hauttyp, in der Sonne verbringen. Im Winter kannst du bei Bedarf auf Vitamin-D-Supplemente zurückgreifen.
10. Achte auf ausreichend Bewegung
Körperliche Bewegung und Sport, ein moderater bis kein Alkoholkonsum sowie Nichtrauchen sind neben der Ernährung weitere wichtige Faktoren, die zur Gesundheit beitragen.
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